Landschaft - oder der Prozess der Aufmerksamkeit

Eigene Streifzüge durch die Natur und die Summe dieser Eindrücke sind die Quelle meiner Malerei.
Es geht nicht um die Identifizierbarkeit etwa eines bestimmten Ortes, sondern um die Auseinandersetzung mit aus Landschaften entlehnten Formen, die im künstlerischen Prozess neu entstehen. Der subjektiv, verinnerlichte Blick auf die Landschaft wird zum Bildgegenstand. Die Erinnerung an Landschaft verflüchtigt sich, zeigt sich zunehmend in nur angedeuteten Bäumen, Bergen, Flüsse etc. Eine leichte Horizontale erzeugt den Ansatz von landschaftlicher Tiefenwirkung. Die Farbe als Schwingung spiegelt innere Kraft wieder. Die Stille ist mit Bewegung gefüllt, die man nicht hört und doch weiß, dass sie da ist.
Meine Malerei entwickelt ihre eigene Sprache immer mehr aus sich selbst heraus, wird selbst zur Sprache.

Figürliche Malerei

Die dargestellten Menschen nehmen nur selten Blickkontakt zum Betrachter auf. Sie kehren ihm den Rücken zu, manche schreiten von ihm weg. Abgekehrt, in ihrer inneren Welt, ihren eigenen Gedanken, stehen sie in einem starken Selbstbezug.

Der Mensch ist ständig in Aktion. Eine Handlung, ein Erlebnis ist im nächsten Moment schon Vergangenheit, Erinnerung. Sie begleitet uns in die Gegenwart hindurch zu den nächsten Erlebnissen und mündet in einem ständig erweiterten Erfahrungshorizont, ein immer währender Prozess.

Der Mensch sucht die Balance zwischen den eigenen Vorstellungen und Kräften seines Selbst, und den äußeren Umständen. Erfahrungen verarbeiten, Möglichkeiten ausloten und Entscheidungen treffen. Das eigene Maß finden zwischen täglicher Unrast und äußerer Maßlosigkeit.

Stille ist eine Form der Konzentration. Stille sensibilisiert. Wahrnehmen, wo man steht und wohin man gehen will.

 

- Innehalten und reflektieren -

 

 

Abstrakte Malerei

In den ungegenständlichen Bildern entwickelt sich das Motiv während des gesamten Malvorganges, mit jedem neuen Pinselstrich, mit jedem Material, das sich der Leinwand nähert. Aus dem jeweiligen Moment heraus entstehen die Bilder in einer schnellen, spontanen Arbeitsweise mit lebhaftem Pinselstrich. Eine Harmonie zu finden zwischen den Flächen, den Linien, dem Gewicht und dem Klang der Farben, ist das Ziel.
Mit Ihren Bildern gibt C. Rohde dem Betrachter die Möglichkeit, unvoreingenommen an ein Werk herantreten zu können, es auf sich wirken zu lassen, damit er eigene Sichtweisen und Gedanken entwickeln kann. Sei es der Klang der Farbe, das Formengefüge, die Textur des Materials, das scheinbar Sichtbare oder ist es die Gesamtheit dessen, was anspricht, und im Betrachter Assoziationen auf verschiedenen Ebenen weckt.